Appenzeller Klänge im «Treff 60 Plus»

Maya Stieger und Werner Alder beim Treff 60plus (Foto: Jakob Bösch)
8 lange Monate haben sich die reformierten Flawiler Seniorinnen und Senioren gedulden müssen, bis es ihnen vergönnt war, im Rahmen von «Treff 60 Plus» wieder einmal zusammenzukommen. Entsprechend herzlich fiel die Begrüssung durch Köbi Steingruber im Zwingli-Saal aus.
Zur Freude aller Erschienenen verschenkten die Geigerin Maya Stieger und der Hackbrettbauer- und Spieler Werner Alder während einer guten Stunde heitere Klänge und wertvolle Informationen. Die Überquerung der Kantons- und Gemeindegrenze durch die beiden Gäste ging mühelos vonstatten, denn mit ihrem Programm aus der «Kulturwerkstatt Appenzellerland» kommen sie überall gut an. Werner Alder, der Urnäscher Streichmusiker-Dynastie entstammend, baut seit 42 Jahren Hackbretter; für ein einziges Instrument benötigt er 130 Stunden Arbeit. Streichmusik dürfe nicht einfach der gängigen Ländlermusik gleichgestellt werden, erklärte Maya Stieger, die auf freundliche Art heimisches Brauchtum und sennische Gewandung vorstellte. Und immer wieder griffen die beiden Gäste zu ihren Instrumenten, dass man sich schier an einer «Alpstobete» wähnte, wobei Werner Alder das Publikum belehrte, die eigentlich Appenzeller Nationalhymne sei nicht etwa das Landsgemeindelied sondern «Bere- Berewegge, Schmalz und Broot». Stilgerecht wurden zum traditionellen Zversperkafi gefüllte Biberli aufgetragen und dankbar ins Lied «Gang rüef de Bruune» eingestimmt.
fis