Rückblick SEMAplus- und Treff 60plus-Nachmittag vom 10. Juni

Treff2 (Foto: Margrith Schiltknecht)
Wie es früher war
Diese Überschrift vermochte 70 Personen ins Pfarreizentrum Flawil zu locken. Erfreulicherweise waren diesmal viele Männer darunter. Viele von ihnen hatten einen persönlichen Bezug zur Landwirtschaftlichen Schule Flawil, seien es ehemalige Lehrlinge, Verwandte früherer Lehrer, und auch der dannzumalige Leiter war da.
Nach der Begrüssung durch Margrit Schildknecht und Ulrike Harder begann Urs Schärli, dessen Vater damals Käsereifachlehrmeister war, in packender Weise zu erzählen und Bilder des Mattenhofs aus der Zeit von 1940-1954 zu zeigen. Die Schule war ein Lehrlings-Ausbildungs-Betrieb.
Man sah ein Pferde-Gespann mit einfacher Mähmaschine. Das Gras und der Mais wurden aber vorwiegend mit der Sense gemäht, ebenso das Getreide. Man band es nachher zu Garben. Die Lehrlinge lernten die Sense schärfen.
Die Instruktoren lehrten Vieh- und Kleintierzucht; man übte den Umgang mit den Tieren. Schweine hielt man im Freien.
Ochsen-Gespanne führten die Heufuder ein. Indem das Heu mit Ameisensäure getränkt, mit Sand bestreut, gestampft und in runde Behälter gefüllt wurde, entstanden einfache Silos.
Obstbau und Chemieunterricht fehlten auch nicht. Die Lehrlinge wurden in allen Fachgebieten durch Experten geprüft.
Durch die Bilder und das Erzählen des Referenten bekamen die Anwesenden einen lebendigen Einblick in den früheren Schulbetrieb.
Zum Abschluss des lehrreichen Nachmittags durften die Zuhörer Kaffee und Erdbeertörtchen geniessen. (rk)